Rosazea – Ursachen, Trigger und wirksame Behandlung

Mehr als nur rote Wangen

Rosazea ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft. Rötungen, sichtbare Äderchen, Papeln und Pusteln – oft wird Rosazea mit Akne verwechselt, ist aber eine ganz andere Erkrankung. In meiner Praxis in Zürich Seefeld sehe ich viele Patienten mit Rosazea, die oft jahrelang falsch behandelt wurden.

Rosazea betrifft etwa 5–10% der Bevölkerung, besonders hellhäutige Menschen zwischen 30 und 50 Jahren. Frauen sind häufiger betroffen, Männer haben oft schwerere Verläufe.

Stadien und Symptome

Stadium 1 – Erythem: Anfallsartige Rötung (Flushing) des Gesichts, die anfangs verschwindet, aber zunehmend persistent wird. Erste sichtbare Äderchen (Teleangiektasien).

Stadium 2 – Papeln und Pusteln: Entzündliche Knötchen und Pusteln, die an Akne erinnern. Brennen und Stechen der Haut.

Stadium 3 – Phyme: Gewebevermehrung, besonders an der Nase (Rhinophym). Betrifft hauptsächlich Männer.

Okuläre Rosazea: Augenbeteiligung mit trockenen, geröteten Augen, Lichtempfindlichkeit und Fremdkörpergefühl. Wird oft übersehen.

Ursachen und Trigger

Darmgesundheit: Ein spannender Zusammenhang: Rosazea-Patienten haben signifikant häufiger SIBO (Dünndarmfehlbesiedlung) und H. pylori-Infektionen. Die Darm-Haut-Achse spielt hier eine zentrale Rolle. Was wir tun: H. pylori-Test und SIBO-Atemtest bei Rosazea.

Demodex-Milben: Diese mikroskopisch kleinen Milben leben in den Talgdrüsen und sind bei Rosazea-Patienten in erhöhter Zahl vorhanden. Sie tragen zur Entzündung bei.

Typische Trigger: Alkohol (besonders Rotwein), scharfe Speisen, heisse Getränke, UV-Strahlung, extreme Temperaturen, Stress, bestimmte Kosmetika und Medikamente (Kortikosteroide auf dem Gesicht).

Mikronährstoffe: Vitamin D, Zink und Omega-3 haben immunmodulierende und entzündungshemmende Wirkung. Was wir tun: Mikronährstoff-Screening.

Diagnostik

Unser Ansatz: klinische Beurteilung der Haut, H. pylori-Atemtest, bei Verdacht SIBO-Atemtest, Mikronährstoffe (Vitamin D, Zink, Omega-3), Stuhldiagnostik bei gastrointestinalen Begleitsymptomen und Ausschluss anderer Diagnosen (Lupus, Kontaktdermatitis).

Behandlung

Die Therapie ist multimodal: Trigger identifizieren und meiden, sanfte Hautpflege ohne Reizstoffe mit Sonnenschutz täglich, topische Therapie mit Metronidazol, Azelainsäure oder Ivermectin, bei Bedarf systemische Antibiotika (Doxycyclin in niedriger Dosis – entzündungshemmend), Darmbehandlung bei H. pylori oder SIBO, entzündungshemmende Ernährung und Omega-3, Mikronährstoffoptimierung und Lasertherapie für Teleangiektasien bei Dermatologen.

Fazit

Rosazea ist chronisch, aber gut kontrollierbar. Besonders der Zusammenhang mit der Darmgesundheit eröffnet neue Behandlungsmöglichkeiten. In unserer Praxis bieten wir eine umfassende Diagnostik und einen ganzheitlichen Therapieansatz. Vereinbaren Sie einen Termin.

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