Ein Tabuthema mit Lösungen
Verminderte sexuelle Lust betrifft mehr Männer als man denkt – Schätzungen reichen von 15–25% aller Männer. In meiner Praxis in Zürich Seefeld spreche ich dieses Thema sensibel an, denn hinter dem Libidoverlust stecken fast immer identifizierbare und behandelbare Ursachen.
Ursachen
1. Testosteronmangel: Die häufigste hormonelle Ursache. Testosteron ist der primäre Treiber der männlichen Libido. Was wir tun: Gesamttestosteron, freies Testosteron und SHBG bestimmen.
2. Stress und Burnout: Chronischer Stress erhöht Cortisol und senkt gleichzeitig Testosteron. Zudem mindert psychische Erschöpfung das sexuelle Interesse fundamental. Was wir tun: Cortisol-Profil und umfassende Stressanamnese.
3. Depression: Verminderte Libido ist ein Kernsymptom der Depression. Paradoxerweise können auch Antidepressiva (besonders SSRIs) die Libido senken. Was wir tun: Screening und bei Bedarf Medikamentenanpassung in Zusammenarbeit mit dem Psychiater.
4. Schilddrüsenstörung: Sowohl Über- als auch Unterfunktion beeinflussen die Libido. Was wir tun: Schilddrüsenpanel.
5. Schlafmangel: Schlechter Schlaf senkt Testosteron und mindert die Libido direkt. Schlafapnoe ist ein häufiger und unterschätzter Faktor. Was wir tun: Schlafanamnese.
6. Übergewicht: Fettgewebe wandelt Testosteron in Östrogen um. Was wir tun: Hormonstatus und Gewichtsmanagement.
7. Medikamente: Betablocker, Statine, Finasterid, Opioide und SSRIs sind häufige Übeltäter. Was wir tun: Medikamentenreview.
8. Beziehungsprobleme: Nicht zu unterschätzen. Konflikte, Routine und mangelnde emotionale Nähe wirken sich auf die Libido aus.
Diagnostik
Unser Abklärungsprogramm: Hormonstatus (Testosteron, SHBG, Östradiol, Prolaktin, DHEA-S), Schilddrüsenwerte, Cortisol, Blutzucker und Blutfette, Mikronährstoffe (Zink, Vitamin D, Magnesium), Medikamentenreview und psychosoziale Anamnese.
Behandlung
Lebensstil optimieren: Schlaf, Bewegung, Stressreduktion. Hormonausgleich bei nachgewiesenem Mangel. Mikronährstoffoptimierung. Medikamentenanpassung wenn möglich. Gewichtsreduktion. Bei Beziehungsproblemen Paartherapie empfehlen.
Fazit
Libidoverlust ist kein unvermeidliches Zeichen des Älterwerdens. Eine gründliche Abklärung deckt meist behandelbare Ursachen auf. In unserer Praxis besprechen wir das Thema diskret und professionell. Vereinbaren Sie einen Termin.