Sinusitis – Nasennebenhöhlenentzündung richtig behandeln

Druck im Kopf und verstopfte Nase

Sinusitis – die Entzündung der Nasennebenhöhlen – ist eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt. In meiner Praxis in Zürich Seefeld behandle ich sowohl akute als auch chronische Sinusitis und stelle immer wieder fest: Viele Patienten werden zu häufig mit Antibiotika behandelt, obwohl die Ursache viral ist.

Akut vs. chronisch

Akute Sinusitis: Dauer unter 12 Wochen, meist nach einer Erkältung. Chronische Sinusitis: Symptome über 12 Wochen, oft mit Nasenpolypen assoziiert.

Symptome

Gesichtsschmerzen und Druckgefühl (Stirn, Wangen, zwischen den Augen), verstopfte Nase, eitriger Nasenausfluss, verminderter Geruchssinn, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen im Oberkiefer und postnasaler Schleimfluss.

Wann Antibiotika – und wann nicht?

90% der akuten Sinusitiden sind viral und brauchen keine Antibiotika. Antibiotika sind indiziert bei: Symptomen über 10 Tage ohne Besserung, schwerem Verlauf mit hohem Fieber und starken Schmerzen sowie Verschlechterung nach anfänglicher Besserung.

Behandlung

Akute Sinusitis: Nasenspülung mit Salzwasser (mehrmals täglich), abschwellendes Nasenspray (max. 7 Tage), Inhalation, Schmerzmittel und bei Bedarf kortisonhaltiges Nasenspray.

Chronische Sinusitis: Langzeit kortisonhaltiges Nasenspray, regelmässige Nasenspülung, Allergiebehandlung wenn relevant, bei Nasenpolypen ggf. operative Therapie.

Funktionelle Medizin: Immunsystem stärken (Vitamin D, Zink, Vitamin C), Darmgesundheit optimieren, entzündungshemmende Ernährung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten abklären (besonders Milch kann Schleimproduktion fördern) und bei chronischer Sinusitis Biofilm-Behandlung erwägen.

Fazit

Sinusitis ist häufig und meist gut behandelbar – oft ohne Antibiotika. Bei chronischen Beschwerden lohnt sich eine gründliche Abklärung. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.

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