Labormedizin · Praxis Dr. Romanos
Vitamin D ist streng genommen ein Hormon — und eines der am häufigsten unterschätzten. In meiner Praxis in Zürich liegt der 25-OH-Vitamin-D-Spiegel bei über 60 % der Patienten unter 30 ng/ml, dem Wert, ab dem Fachgesellschaften von einer Unterversorgung sprechen.
Zwischen Oktober und März steht die Sonne in unseren Breitengraden zu tief, um die Vitamin-D-Produktion in der Haut auszulösen. Sonnencreme, Büroarbeit und dunkle Hauttypen verstärken das Problem. Die Ernährung allein deckt nur etwa 10–20 % des Bedarfs.
Müdigkeit, Muskelschmerzen, häufige Infekte, depressive Verstimmung, Haarausfall, Konzentrationsprobleme. Keines dieser Symptome ist beweisend — in Kombination ergeben sie aber ein klares Muster, das ich regelmässig in der Praxis sehe.
Der 25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegel (25-OH-D) ist der Standardmarker. Werte unter 20 ng/ml gelten als Mangel, unter 30 ng/ml als Insuffizienz. Wir messen diesen Wert routinemässig in unseren Check-up-Paketen. Zusätzlich kann der Calciumwert und Parathormon hilfreich sein.
Die richtige Dosierung hängt vom Ausgangswert, Körpergewicht und Risikoprofil ab. Bei einem Wert von 12 ng/ml reichen 1000 IE täglich nicht aus. Wir setzen initial oft höhere Aufsättigungsdosen ein und kontrollieren den Wert nach 8–12 Wochen. Vitamin K2 und Magnesium spielen als Kofaktoren eine Rolle.
Menschen mit chronischer Müdigkeit, häufigen Infekten, Osteoporose-Risiko, dunklem Hauttyp oder wenig Sonnenexposition profitieren besonders von einer gezielten Abklärung. Auch bei Autoimmunerkrankungen sehen wir häufig niedrige Werte.
Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel prüfen. Ein einfacher Bluttest gibt Klarheit. In unserer Praxis erhalten Sie eine medizinische Einordnung — nicht nur einen Laborwert.
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