Darmflora und Gesundheit – warum der Darm so wichtig ist

Das Mikrobiom – unser zweites Gehirn

In unserem Darm leben Billionen von Mikroorganismen – zusammen als Mikrobiom oder Darmflora bezeichnet. Diese Gemeinschaft wiegt etwa 2 kg und beeinflusst nahezu jeden Aspekt unserer Gesundheit. In meiner Praxis in Zürich Seefeld ist die Darmgesundheit ein zentrales Thema der funktionellen Medizin.

Was macht die Darmflora?

Immunregulation – 70% des Immunsystems sitzen im Darm. Nährstoffproduktion – Darmbakterien produzieren B-Vitamine und Vitamin K. Schutzbarriere – sie verhindern das Eindringen von Krankheitserregern. Neurotransmitter – 90% des Serotonins werden im Darm produziert. Stoffwechsel – Einfluss auf Gewicht, Insulinsensitivität und Entzündung. Entgiftung – Unterstützung beim Abbau von Toxinen.

Was schadet der Darmflora?

Antibiotika (ein Kurs kann die Flora monatelang stören), Stress (verändert die Zusammensetzung der Darmbakterien), zucker- und fettreiche Ernährung, ballaststoffarme Ernährung, Alkohol, Protonenpumpenhemmer (Säureblocker), NSAR (Ibuprofen, Diclofenac) und Umweltgifte wie Pestizide und Weichmacher.

Zeichen einer gestörten Darmflora (Dysbiose)

Blähungen und Verdauungsprobleme, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, häufige Infekte, Hautprobleme (Akne, Neurodermitis, Rosazea), Stimmungsprobleme und Brain Fog, Gewichtsprobleme, Autoimmunerkrankungen und chronische Müdigkeit.

Diagnostik

Unser Darm-Check: Stuhlanalyse (GI-MAP) mit Bakterienzusammensetzung, Parasiten und Pilze, Calprotectin (Entzündungsmarker im Stuhl), Zonulin (Marker für Darmpermeabilität / Leaky Gut), Pankreaselastase (Verdauungsleistung) und sekretorisches IgA (Darm-Immunsystem).

Darmflora aufbauen

Ernährung: Ballaststoffreiche Ernährung (30g/Tag Ziel), fermentierte Lebensmittel (Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi), vielfältige pflanzliche Kost (30 verschiedene Pflanzen pro Woche als Ziel), Polyphenole aus Beeren, grünem Tee und Kakao.

Probiotika: Gezielte Supplementierung basierend auf Stuhlbefund. Verschiedene Stämme für verschiedene Indikationen.

Präbiotika: Nahrung für die guten Bakterien – Inulin, FOS, resistente Stärke.

Lebensstil: Stressreduktion, ausreichend Schlaf, Bewegung und Vermeidung unnötiger Antibiotika.

Fazit

Die Darmflora ist ein Schlüssel zu ganzheitlicher Gesundheit. Wenn Sie unter chronischen Beschwerden leiden – egal ob Darm, Haut, Stimmung oder Immunsystem – lohnt sich ein Blick auf den Darm. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.

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