Wenn das Virus zurückkehrt
Gürtelrose (Herpes Zoster) ist eine schmerzhafte Erkrankung, die durch die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus verursacht wird – desselben Virus, das Windpocken auslöst. In meiner Praxis in Zürich Seefeld diagnostiziere ich Gürtelrose regelmässig und betone immer wieder: Prävention durch Impfung ist möglich.
Wer ist betroffen?
Jeder, der Windpocken hatte (über 95% der Erwachsenen), kann Gürtelrose bekommen. Das Risiko steigt ab 50 Jahren deutlich an. Etwa jeder Dritte erkrankt im Laufe seines Lebens. Immunschwäche, Stress und Alter sind die Hauptrisikofaktoren.
Symptome
Einseitiger, streifenförmiger Ausschlag mit Bläschen, oft am Rumpf (gürtelförmig), starke, brennende Schmerzen – oft schon vor dem Ausschlag, allgemeines Krankheitsgefühl und Fieber und gefürchtet: postherpetische Neuralgie (anhaltende Schmerzen nach Abheilung, bei bis zu 30% der über 60-Jährigen).
Behandlung
Antivirale Therapie (Valaciclovir) – möglichst innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten des Ausschlags. Schmerztherapie (oft starke Schmerzmittel nötig). Lokale Behandlung der Bläschen. Bei postherpetischer Neuralgie: spezielle Schmerztherapie mit Gabapentin oder Pregabalin.
Impfung – die beste Prävention
Der Totimpfstoff Shingrix bietet über 90% Schutz vor Gürtelrose. Empfohlen ab 65 Jahren, bei Immunschwäche früher. Zwei Dosen im Abstand von 2–6 Monaten. Auch nach durchgemachter Gürtelrose sinnvoll (Schutz vor Rezidiv). Was wir tun: Impfberatung und Durchführung in unserer Praxis.
Fazit
Gürtelrose ist schmerzhaft und kann langfristige Folgen haben. Die gute Nachricht: Die Impfung bietet exzellenten Schutz. Lassen Sie sich beraten. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.