Fasten als Gesundheitsstrategie
Intermittierendes Fasten (IF) ist einer der grössten Gesundheitstrends der letzten Jahre. In meiner Praxis in Zürich Seefeld werde ich regelmässig gefragt: «Soll ich fasten?» Die Antwort: Es kommt darauf an. IF hat nachgewiesene Vorteile, ist aber nicht für jeden geeignet.
Die gängigsten Methoden
16:8: 16 Stunden fasten, 8 Stunden Essfenster. Die populärste Methode. 5:2: 5 Tage normal essen, 2 Tage stark reduziert (500–600 kcal). OMAD: One Meal a Day – nur eine Mahlzeit pro Tag. 24-Stunden-Fasten: 1–2 Mal pro Woche für 24 Stunden.
Nachgewiesene Vorteile
Verbesserte Insulinsensitivität, Autophagie (zelluläre Selbstreinigung), Gewichtsreduktion, reduziete Entzündungsmarker, verbesserte Blutfette und verbesserte kognitive Funktion.
Wann Fasten NICHT empfohlen wird
Bei Essstörungen (aktuelle oder frühere), in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Diabetes Typ 1 (nur unter strenger ärztlicher Aufsicht), bei Untergewicht, bei Nebennierenschwäche in fortgeschrittenem Stadium und bei Kindern und Jugendlichen. Frauen sollten vorsichtig sein: Zu striktes Fasten kann den Hormonhaushalt stören und den Zyklus beeinflussen.
Praktische Tipps
Langsam starten (z.B. mit 12:12, dann steigern). Während des Essfensters nährstoffreich essen. Ausreichend trinken (Wasser, Tee). Auf den Körper hören. Mit Krafttraining kombinieren, um Muskelverlust zu vermeiden.
Fazit
IF kann ein wertvolles Werkzeug für die Gesundheit sein – aber kein Allheilmittel. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie starten. In unserer Praxis beraten wir Sie individuell, ob und welche Form des Fastens für Sie geeignet ist.