Ein neuer Lebensabschnitt
Die Wechseljahre (Menopause) sind keine Krankheit, sondern ein natürlicher Übergang. Doch die Symptome können erheblich sein und die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. In meiner Praxis in Zürich Seefeld begleite ich Frauen durch diese Phase – mit dem Ziel, Beschwerden zu lindern und die Gesundheit langfristig zu schützen.
Die Perimenopause beginnt oft schon ab Mitte 40. Das Durchschnittsalter der Menopause (letzte Menstruation) liegt bei 51 Jahren.
Typische Symptome
Hitzewallungen und Schweissausbrüche betreffen etwa 75% der Frauen. Schlafstörungen verschlechtern die Erholung. Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Ängstlichkeit belasten den Alltag. Vaginale Trockenheit und Libidoverlust beeinträchtigen die Intimität. Gewichtszunahme besonders am Bauch verändert den Körper. Gelenkschmerzen, Herzrasen, Kopfschmerzen, Brain Fog und Konzentrationsprobleme sowie trockene Haut und Haarausfall komplettieren das Bild.
Was passiert hormonell?
Die Eierstöcke produzieren weniger Östrogen und Progesteron. Aber der Übergang ist nicht linear – in der Perimenopause schwanken die Hormonspiegel stark, was die Symptome erklärt. Zunächst fällt meist das Progesteron, was zu Östrogendominanz führt. Später sinkt auch das Östrogen deutlich.
Diagnostik
Unser Wechseljahre-Check umfasst: Hormonstatus (Östradiol, Progesteron, FSH, LH, Testosteron, DHEA-S), Schilddrüsenwerte (Schilddrüsenprobleme sind in den Wechseljahren häufig), Mikronährstoffe (Vitamin D, Kalzium, Magnesium, B12, Eisen), Blutfette und Blutzucker (metabolisches Risiko steigt), Knochendichtemessung bei Risikofaktoren und Herz-Kreislauf-Risikobeurteilung.
Behandlungsmöglichkeiten
Lebensstil: Regelmässige Bewegung (besonders Krafttraining für die Knochen), mediterrane Ernährung, Stressmanagement und gute Schlafhygiene.
Mikronährstoffe: Vitamin D und Kalzium für die Knochen, Magnesium für Schlaf und Muskelentspannung, Omega-3 für Herz und Entzündungshemmung.
Phytotherapie: Traubensilberkerze bei Hitzewallungen, Rotklee-Isoflavone, Salbei gegen Schweissausbrüche, Ashwagandha bei Stress und Schlafstörungen.
Hormonersatztherapie (HRT): Die aktuelle Datenlage zeigt: Eine Hormontherapie, begonnen innerhalb von 10 Jahren nach der Menopause, senkt das Risiko für Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs. Bioidentische Hormone (transdermal und mikronisiertes Progesteron) haben ein besseres Sicherheitsprofil als synthetische. Wir beraten individuell und evidenzbasiert.
Langfristige Gesundheit
Nach der Menopause steigt das Risiko für Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kognitive Veränderungen. Prävention ist entscheidend: regelmässige Bewegung, ausgewogene Ernährung, Mikronährstoffoptimierung und regelmässige Vorsorgeuntersuchungen.
Fazit
Die Wechseljahre müssen nicht gelitten werden. Mit der richtigen Unterstützung können Sie diese Lebensphase vital und beschwerdefrei erleben. In unserer Praxis bieten wir eine umfassende Beratung und individuelle Therapie. Vereinbaren Sie einen Termin.